Die Lodenerzeugung
Die besondere Qualität unserer Walkerzeugnisse wird auch heute wie seit 500 Jahren nur durch aufwändige, schonende und sorgfältige Verarbeitung erreicht. Bis zu 16 Arbeitsgänge garantieren bestes Handwerk. Hier ein kurzer Überblick der wichtigsten Arbeitsgänge.

- Wolfen: Der erste Schritt der Lodenerzeugung ist die Mischung verschiedener Schurwollsorten entprechen der zu erzielenden Lodenqualität
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über Wolfen »
Unter Wolfen versteht man das Vermischen von verschiedenen Rohwollsorten
und Farben, abgestimmt auf die weitere Verwendung.
Die Mischung der Rohwolle kommt in die Maschine und wird von mit Zähnen bestückten
Walzen gerissen und vermischt.

- Auf dem Krempel wird die Schurwolle zu einem Vlies gekämmt.
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über Krempel »
Auf der Krempelmaschine befinden sich viele mit Nadeln bestückte Walzen, die die Wolle zu einem feinen Flor (Flies) kämmen.
Dieses wird zum 1. Vorgarn, ein ungedrehter Faden, geteilt.

- Das Vorgarn wird in der Ringspinnerei, zu einem festen Faden versponnen.
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über die Ringspinnerei »
In der Ringspinnerei wird das 1. Vorgarn zu einem festen Faden versponnen.
Je nach Verwendungsart werden die Fäden in verschiedenen Stärken gesponnen.
Zwirnerei und Spulerei:
Hier werden die verschiedenen Garne (gedrehter Faden) zu verschiedenen Zwirnen
verarbeitet.
Dabei werden mehrere Garne miteinander verzwirnt (gedreht) um mehr Festigkeit
zu erlangen.
Mit dem Einsatz von unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Drehen erhält
man verschiedene Effekte.
Zum Beispiel erhält der Bouclé Loden dadurch seine noppige Oberfläche.
Der versponnene Faden wird zu Stoffen verwebt oder zu Strickgarnen weiterverarbeitet.

- Der versponnene Faden wird zu Stoffen verwebt.
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über die Weberei »
In der Weberei werden die fertigen Garne und Zwirne zu verschiedenen
Wolltüchern verwebt.
Je nach Verwendungszweck werden verschiedene Bindungen (Webtechniken)
wie zum Beispiel Leinwand, Köper oder Double eingesetzt.
Auf einem Webstuhl befinden sich zwischen 2000 und 4000 Kettfäden.
Ein fertiges Stück erreicht eine Länge von 40 - 60 Metern und eine
Breite von zirka 2,30 Metern.
Nach einer Kontrolle werden die Rohlinge gewalkt. Denn erst durch die uralte
Technik des Walkens entsteht der Loden.

- Das Walken ist eine einfache, uralte Arbeitstechnik die das Gewebe und den Strick strapazfähiger macht.
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über das Walken »
Das Walken ist eine alte und einfache Arbeitstechnik.
Das Wolltuch wird in handwarmem Wasser (30-40°C), unter Zugabe von Kernseife,
durch Druck und Reibung gewalkt. Dabei verfilzt die Wolle, wird dichter und
ca. 40% kleiner.
Dadurch erhält das Werkstück viele Vorteile. Gewalkte Ware ist winddicht
und sehr strapazfähig.
Durch das natürliche Wollfett Lanolin ist der Loden auch natürlich
imprägniert.

- Nach dem Walken beginnt die Appretur.
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über Appretur und Trocknen »
Appretur
Die Teile werden gefärbt, getrocknet je nach Produkt gerauht, gekämmt
oder geschoren und drei mal gebügelt.
Färberei
Nach einem kurzen Schleudergang wird das Werkstück gefärbt. Nur
ein ausgeprägtes Fingerspitzengefühl und peinliche Genauigkeit ermöglichen
es die richtige Farbe zu treffen.
Trocknen
Um die Stoffe so schonend wie möglich zu behandeln werden sie nach alter
Tradition an der frischen Luft getrocknet. Dadurch bekommt der Loden die Gelegenheit,
die beim Walken oder Färben aufgenommene Feuchtigkeit langsam auszuatmen.
Dadurch bleibt die Wolle geschmeidig, atmungsaktiv und wasserresisitent.

- Lodendecken werden bei uns mit Naturdisteln (Karden) aufgerauht.
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über Rauhen und Blattln »
Rauhen
Unsere Decken werden nach wie vor mit Naturdisteln (Karden) aufgerauht, um
eine elektrostatische Aufladung zu verhindern und die Decken so schonend wie
möglich zu behandeln.
Schärmaschine
Auf der Schärmaschine werden abstehende Fasern abgeschnitten um eine
glatte und feine Oberfläche zu erhalten.
Bügeln
Nach dem Walken wird der Loden nass gebügelt, und nach dem Trocknen geblattlt.
Blattln heißt der Vorgang, wenn der fertige Loden endgültig geplättet
wird. Die Vorrichtung dazu ist mit dem stolzen Alter von 200 Jahren die älteste,
noch aktive Maschine im Betrieb: eine Bügelpresse Die lange Lodenbahn
wird da faltenweise eingespannt, jeweils mit einem Kartonblatt zwischen den
Stoffschichten. Ein Keilriemen-Antrieb bewegt die Bügelpresse. Bei diesem
Vorgang erhält der Loden einen schönen Glanz. Dieser Glanz wird
im nächsten Schritt - in der Dekatiermaschine (Dampfbügelmaschine)
verfeinert.